Zwei Stunden waren wir bereits unterwegs im Zug von unserem Ort nach Krakau, da fing das Abenteuer erst an. Wir mussten eine Möglichkeit finden, um auf das 13 km von Krakau gelegene grosse Feld zu finden, wo die rund 1,5 Millionen Jugendlichen die Vigil am Abend und die Messe am anderen Morgen mit dem Papst anlässlich des Weltjugendtages zu feiern gedachten. Die vorhandenen Züge waren hoffnungslos überfüllt, keine Chance. Doch zumindest fanden wir einen Zug in die richtige Richtung, der uns schon etwas näher brachte. Nach einem Halt fanden wir sogar noch einen Bus, der uns bis rund 5 Kilometer nahe ans Ziel brachte. Von nun an hiess es laufen….. laufen bis wir endlich das Feld und unseren zugeteilten Sektor fanden, der just in dem Moment wegen zu vielen Leuten geschlossen wurde, als die Hälfte unserer Gruppe drin war…. Nach längeren Verhandlungen liessen sie uns dennoch rein und wir mussten einfach noch irgendwo eine Lücke im Menschenmeer finden, einige gerade beim Eingang, einige irgendwo mitten drin. Die meisten hatten schon ihre Schlaflager ausgebreitet, wenige hatten gar ein Zelt aufgebaut. Und gerade vor einem solchen Zelt hatte es noch einen Platz. Die Leute im Zelt kamen aus Kolumbien und signalisierten mir, dass der Platz tatsächlich noch frei war. Endlich war Ruhe und Besinnung angesagt zusammen mit eineinhalb Millionen Jugendlichen aus der ganzen Welt unter einem wunderbaren Sternenhimmel…. Eine unvergessliche Nacht der besonderen Art, meint Hermann Wey